Worum geht es in der Theorie U?

Die Probleme & Herausforderungen, vor denen wir stehen, lassen sich nicht mit mit den üblichen Methoden lösen. Wenn wir das machen, was wir immer schon gemacht haben, bleibt es so wie es immer war.
Wenn wir das Bild vom Eisberg nehmen, dann haben wir die Symptome an der Oberfläche erkannt und wissen, dass es so nicht weitergehen kann. Wir bleiben an der Oberfläche, um einzelne Symptome, unseren Schmerz dort, zu bekämpfen: Wir analysieren die Situation oberhalb des Eisbergs, die das Ergebnis unseres vergangenen Handelns ist und leiten Lösungswege ab. Doch diese Lösungen aus der Vergangenheit bringen nur kleine Optimierungen an einzelnen Stellschrauben des bestehenden Systems, während es an den anderen Stellen im System immer noch kracht und knirscht. Unsere alten Denkweisen und Verhaltensmuster, die uns dahin geführt haben, wo wir sind, haben wir damit nicht verändert.
Solange wir nicht unsere unter der Oberfläche liegenden systemischen Strukturen, Gedanken und Muster erkennen, sie uns bewusst machen und ändern, werden wir nicht wirklich etwas ändern. Das Verborgene hat eine große Kraft, solange es verborgen ist.

Was ist Theorie U für mich?

Als ich das erste Mal Otto Scharmer live auf einem Kongress zuhörte, war ich fasziniert von seiner Art und Weise, wie er uns „seine“ Theorie U vorstellte. Er nahm mich für eine kurze Zeit auf eine so intensive Reise mit, die im Nachgang mein ganzes Leben und meine Denk- und Arbeitsweise veränderte.

Theorie U ist:

  • eine neue Art in der Welt zu sein – mit Neugierde, Mitgefühl und Mut zu leben und zu führen
  • ein Tor – für den Zugang zu tieferen Schichten unseres Wissens und Erfahrungen
  • ein Prozess, eine Methode – um den Ort und den Fokus unseres Bewusstseins und unseres Handelns zu verändern

Wie gelingt nachhaltige Transformation?

Wir brauchen eine tiefgehende und nachhaltig wirksame Transformation. Eine Transformationsmethode, die uns einen 360 Grad Blick auf die aktuellen Systeme eröffnet und so blinde Flecken und Blockaden unterhalb der Oberfläche sichtbar & bewusst macht. Eine Methode, mit der wir unser kollektives Wissen anzapfen und kokreativ das Neue entstehen lassen.
Die Theorie U wurde von Otto Scharmer, einem Aktionsforscher und Lecturer am M.I.T., entwickelt. Otto Scharmer und sein Team erforschen, wie wir unsere blinden Flecken bewusst machen können, wie wir unsere Krisen lösen können, wie wir vom Wissen ins Handeln kommen, wie wir aus der entstehenden Zukunft lernen und mutig unsere Zukunft gemeinsam gestalten können.

Der U-Prozess

Der in der Theory U beschriebene U-Prozess beschreibt wesentliche Schritte, die Menschen, Teams, Unternehmen und Organisationen dabei unterstützen, Muster der Vergangenheit zu erkennen und diese loszulassen, um eine – laut Otto Scharmer – „im Entstehen begriffene Zukunftsmöglichkeit“ wahrzunehmen und aus dieser Wahrnehmung heraus zu handeln. Wichtige Aspekte des U-Prozesses sind u.a. die Qualität des Zuhörens, die Öffnung des Denkens, das Erkunden der eigenen Intention sowie die Integration von Kopf, Herz und Hand.

Das 3D-Mapping

Das 3D-Mapping ist eine der Kernmethoden der Theorie U und ein U in sich, dass zu einem tiefen Bewusstmachen der Muster und Strukturen führt, die unterhalb der sichtbaren Beobachtungen liegen. Sie veranschaulicht im System befindliche Personen, Gruppen, Qualitäten und Beziehungen. Unsichtbare Blockaden im System werden sichtbar und gemeinsame Lösungswege entwickelt. Das führt bei allen Teilnehmenden zu einem ganzheitlichen Verstehen des Systems. Ein klares, gemeinsames Zukunftsbild entsteht, das auf tiefer Ebene in den Teilnehmenden und damit transformativ ins System wirkt. Die Gemeinschaft sowie ein gemeinsames Verständnis für die Zukunft und den Weg dahin wird gestärkt.

Resonanzen: Wie wirkt ein 3D-Mapping?

Zusammen mit meiner Kooperationspartnerin Petra Prosoparis haben ich im Rahmen des Projektes pulsnetzKI mit Vertretern des Beirates von pulsnetz.de ein 3D-Mapping moderiert und gemeinsam das gegenwärtige und zukünftige System Pflege erforscht. Dabei leitet uns die Vision, dass 70.000 Menschen (alle unter dem Dach der Diakonie Baden-Württemberg) gesund sind und eine Pflege in Würde möglich ist.
Nachfolgend einige Resonanzen der Teilnehmenden:
„(Das 3D-Mapping) hat wahnsinnig gewirkt…. Bin total positiv, da ich über das 3D-Mapping gesehen habe, wie schön so eine Zukunft sein kann über das Modellieren. Spüre rings um mich herum die Möglichkeiten, für eine Bewegung, die man starten kann, wenn wir von der Vision der 70.000 ausgehen. Es könnte eine Bewegung quer durch die Hierarchien sein.…“ (Denis Dörrich, Qualitäts-management-Beauftragter, Fachkraft für Arbeitssicherheit, Samariterstiftung)
„Auf Emotionsebene ist am tiefsten hängen geblieben, dass quasi wie durch eine unsichtbare Hand das System sich in einen neuen Zustand bewegt. Es hat keiner konzipiert, sondern eher wie durch Magie –das hat mich emotional am meisten berührt. Hat das Gefühl „Zukunft ist möglich! Zukunft ist schon da! Zukunft ist plötzlich greifbar…“ ausgelöst. (André Peters, Vorstand, Das Diakonische Werk der Evangelischen Landeskirche in Baden e.V.)
„Ich habe praktisch auch schon drei Menschen mit angesprochen, mit aufs Schiff zu gehen, vom Denken ins Tun.“ (Thomas Nehr, Geschäftsführender Vorstand, Diakonie ambulant -GESUNDHEITSDIENSTE OBERES MURRTAL e.V.)
„Ich bin von unserem Tag in Karlsruhe immer noch überwältigt und finde die Methode einfach genial.“ (Florije Sula, Geschäftsleitung Evang. Altenhilfe St. Georgen gGmbH)

In Kooperation für die Transformation:

Zusammen mit meiner Kooperationspartnerin Petra Prosoparis begleite ich Transformationsprozesse. Sprechen Sie mich gerne an: denkraum@katrin-sickora.de

Mit Theorie U Transformationen begleiten und gemeinsam Zukunft gestalten

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